Erklärung zur Benchmarkinginitiative im Land Brandenburg

der Kooperationen Wasser und Abwasser Brandenburg und der Verbände der Wasserwirtschaft

Seit 2001 führen brandenburgische Wasserver- und Abwasserentsorger Benchmarking-Projekte durch. Die Benchmarking-Projekte werden in Eigeninitiative sowie im Rahmen der bestehenden Kooperationen Wasser und Abwasser Brandenburg (KOWAB), in denen kommunale Aufgabenträger der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, wie z.B. Zweckverbände und kommunale Unternehmen auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten, durchgeführt.

Ausgehend von diesen Aktivitäten initiieren

  • KOWAB Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-Ost
  • KOWAB Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-Süd
  • KOWAB Kooperation Wasser und Abwasser Brandenburg-West
  • Landeswasserverbandstag Brandenburg e.V.
  • BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Landesgruppe Berlin/Brandenburg
  • DVGW Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V., Landesgruppe Berlin/Brandenburg
  • DWA Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V., Landesverband Nordost
  • VKU Verband kommunaler Unternehmen e.V.

ein landesweites, freiwilliges Benchmarking im Land Brandenburg.

Die Kooperationen und Verbände der Wasserwirtschaft im Land Brandenburg erklären sich dazu bereit, gemeinsam den erforderlichen konzeptionellen Rahmen für ein Benchmarking in der Wasserwirtschaft im Land Brandenburg im Sinne der Selbstverwaltung zu erarbeiten und weiter zu entwickeln. Das Konzept soll gewährleisten, dass Leistungs- und Prozessvergleiche unterschiedlicher Inhalte möglich sind. Dabei werden die in Brandenburg bereits vorhandenen langjährigen Erfahrungen berücksichtigt. Die brandenburgischen Kooperationen und Verbände der Wasserwirtschaft gehen bei der Verwirklichung ihres gemeinsamen Benchmarkingansatzes von folgenden Grundsätzen aus:

  • Freiwilliges Benchmarking ist ein bewährtes Instrument zur Optimierung der technischen und wirtschaftlichen Leistung und Effizienz der Unternehmen.
  • Optimierungsziele sind neben der Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Kundenzufrieden- heit auch Ver- und
  • Entsorgungssicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit der Wasserwirtschaft.
  • Die Kooperationen und Verbände der Wasserwirtschaft empfehlen ihren Mitgliedern die Teilnahme an Benchmarkingprojekten und speziell an den Projekten dieser Initiative. Sie fördern durch entsprechende Kommunikation der Initiative eine breitenwirksame Umsetzung.
  • Die Verbreitung wird unterstützt durch das Merkblatt W 1100 bzw. das identische Merkblatt M 1100, das gemeinsam von DVGW und DWA erstellt wurde und die Grundsätze für Anforderungen an Benchmarking für die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung formuliert.
  • Die bestehenden, erfolgreich praktizierten Modelle und Konzepte in Brandenburg sind kontinuierlich weiter zu entwickeln. Entwicklungen, die nationale, europäische und internationale Vergleiche ermöglichen, sind zu fördern.

Faktoren für den erfolgreichen Einsatz und die breite Akzeptanz des Benchmarking in Brandenburg sind:

  • ständige Anpassung an Optimierungsziele
  • Vertraulichkeit von Unternehmensdaten, denn diese werden im Projekt zur Identifizierung innovativer Ansätze offen gelegt
  • Kennzahlenvergleich und Analyse als Basis für eine Leistungssteigerung

Benchmarking auf Grundlage speziell auf die jeweilige Fragestellung zugeschnittener Systeme führt zur Weiterentwicklung der Wasserwirtschaft auf hohem Niveau. Die brandenburgische Benchmarkinginitiative wird unterstützt durch das MUGV Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz. Die Kooperationen und die Verbände begrüßen grundsätzlich das Informationsbedürfnis von Politik, Öffentlichkeit und Unternehmen. Vor diesem Hintergrund werden sie regelmäßig gemeinsam mit dem beteiligten Ministerium den Stand und die Entwicklung des Benchmarking in der Wasserwirtschaft im Land Brandenburg in Form eines anonymisierten Berichtes veröffentlichen. Der Bericht wird unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse und Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Potsdam, den 22. Januar 2010